Grundsanierung und Neuaufteilung zweier Wohnungen in einem gründerzeitlichen Mehrfamilienhaus an der König-Karl-Straße in Bad Cannstatt. Das Gebäude stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und zeichnet sich durch seine charakteristische Fassadengestaltung mit historischen Stuckelementen aus.
Durch das Zusammenlegen und Neuordnen der Räume entstehen moderne, lichtdurchflutete Grundrisse, die zeitgemäßen Wohnvorstellungen entsprechen – ohne die Qualitäten des Bestands aufzugeben. Hohe Decken, originale Dielen und die gründerzeitliche Kubatur bleiben prägend. Das Projekt wird 2026 fertiggestellt.
Aus dem Bestand das Beste machen – ohne seine Qualitäten aufzugeben.
Dokumentation
Wohnen am Daimlerplatz, Bad Cannstatt
„Kann man daraus noch etwas machen?" Fragt mich ein Freund, auf der Suche nach einer Wohnung für seine wachsende Familie und zeigt mir ein Gründerzeithaus an der König-Karl-Straße in Bad Cannstatt. Die König-Karl-Straße verbindet über die gleichnamige Brücke den Unteren Schlossgarten Stuttgarts mit Neckar und Kurpark. Dazwischen: der pittoreske Daimlerplatz.
Obwohl die Zeit und der Mangel an Instandhaltungsarbeiten ihre Spuren im Gebäude hinterlassen haben, bietet die Grundsubstanz sowie die attraktive Lage Potenzial für modernes Wohnen ohne Einschränkungen. Neu angeordnete Räume sowie das Kombinieren und Teilen verschiedener Bereiche ergeben einen modernen Grundriss. Die Zusammenlegung der Räume im Südwesten bildet im Anschluss an das großzügige Wohnzimmer einen neuen, mit Tageslicht durchfluteten Raum.
Dachgeschoss-Wohnung
Nach Fertigstellung der Beletage-Wohnung, folgte auf Empfehlung zufriedener Bauherren die Anfrage für eine Grundsanierung der Dachgeschosswohnung an derselben Adresse.
Die vorgefundene Bestandssituation erweckt durch verschachtelte Flure und kleine Zimmer mit Dachschrägen den Eindruck von Enge und wirkt ungeordnet. Somit liegt der Fokus des Planungsauftrags darauf, durch das Entzerren und Vereinfachen des Raumgefüges, die Grundrissstruktur neu zu organisieren und zu optimieren. Durch einen eng abgestimmten Prozessablauf zwischen Bauherrenschaft, Behörden, Ausführenden und Planern, wird das Projekt 2026 fertiggestellt.